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Kirchengesetz über den Kirchenkreis
Stolzenau-Loccum

Vom 18. März 1976

KABl. 1976, S. 49

Die Landessynode hat das folgende Kirchengesetz beschlossen:
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§ 1

( 1 ) Der Kirchenkreis Loccum-Stolzenau wird in den Kirchenkreis Stolzenau-Loccum umbenannt.
( 2 ) 1 Im Kirchenkreis Stolzenau-Loccum bestehen der Amtsbereich Stolzenau und der Stiftsbezirk Loccum. 2 Zum Amtsbereich Stolzenau gehören alle Kirchengemeinden des Kirchenkreises Stolzenau-Loccum mit Ausnahme der Kirchengemeinden Loccum, Münchehagen und Wiedensahl, die den Stiftsbezirk Loccum bilden.
( 3 ) Für den Kirchenkreis Stolzenau-Loccum gelten die allgemeinen kirchengesetzlichen Bestimmungen, soweit sich im Folgenden nichts Abweichendes ergibt.
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§ 2

( 1 ) 1 Dem Kirchenkreistag gehört der mit der Wahrnehmung der Ephoralaufgaben im Stiftsbezirk Loccum beauftragte Konventual des Klosters Loccum als Mitglied an. 2 Er soll dem Kirchenkreistag regelmäßig über seine Tätigkeit berichten.
( 2 ) Der Abt des Klosters Loccum ist berechtigt, an den Sitzungen des Kirchenkreistages mit Stimmrecht teilzunehmen.
( 3 ) Zwei Mitglieder des Kirchenkreistages, die der Kirchenkreisvorstand gemäß § 8 Abs. 2 Buchst. c der Vorläufigen Kirchenkreisordnung zu berufen hat, müssen Mitglieder einer Kirchengemeinde im Stiftsbezirk sein.
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§ 3

Wird zum Vorsitzenden des Kirchenkreistages ein Mitglied des Kirchenkreistages aus dem Amtsbereich Stolzenau gewählt, so muss sein Stellvertreter aus den Mitgliedern des Stiftsbezirks gewählt werden, und umgekehrt.
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§ 4

1 Dem Kirchenkreisvorstand gehört außer den in § 27 Abs. 2 der Vorläufigen Kirchenkreisordnung genannten Mitgliedern auch der mit der Wahrnehmung der Ephoralaufgaben im Stiftsbezirk beauftragte Konventual als Mitglied an. 2 Er ist erster stellvertretender Vorsitzender des Kirchenkreisvorstandes.
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§ 5

( 1 ) Im Kirchenkreis Stolzenau-Loccum bestehen der Pastorenkonvent des Amtsbereichs Stolzenau und der Pastorenkonvent des Stiftsbezirks.
( 2 ) 1 Der Pastorenkonvent des Amtsbereichs Stolzenau wird vom Superintendenten von Stolzenau, der Pastorenkonvent des Stiftsbezirks von dem mit der Wahrnehmung der Ephoralaufgaben im Stiftsbezirk beauftragten Konventualen geleitet. 2 Der Abt des Klosters Loccum kann die Leitung des Pastorenkonventes des Stiftsbezirks übernehmen.
( 3 ) Der Superintendent von Stolzenau und der mit der Wahrnehmung der Ephoralaufgaben im Stiftsbezirk beauftragte Konventual verpflichten jeweils die Mitglieder ihres Pastorenkonventes auf die Konventsordnung.
( 4 ) 1 Die beiden Pastorenkonvente im Kirchenkreis Stolzenau-Loccum treten in der Regel zu gemeinsamer Sitzung zusammen. 2 Die Leitung haben im Wechsel der Superintendent von Stolzenau und der mit der Wahrnehmung der Ephoralaufgaben im Stiftsbezirk beauftragte Konventual; sie stellen die Tagesordnung für die gemeinsame Sitzung im gegenseitigen Einvernehmen auf. 3 Der Abt des Klosters Loccum kann die Leitung übernehmen.
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§ 6

Die Pastorenkonferenz des Kirchenkreises Stolzenau-Loccum wird vom Superintendenten von Stolzenau geleitet.
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§ 7

Wird zum Vorsitzenden der Mitarbeiterkonferenz des Kirchenkreises Stolzenau-Loccum ein Mitarbeiter aus dem Amtsbereich Stolzenau gewählt, so muss sein Stellvertreter Mitarbeiter aus dem Stiftsbezirk sein, und umgekehrt.
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§ 8

Das Kirchenkreisamt des Kirchenkreises Stolzenau-Loccum ist für die Kirchengemeinden des Kirchenkreises zuständig.
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§ 9

( 1 ) Die Visitation im Kirchenkreis Stolzenau-Loccum wird in den Kirchengemeinden des Amtsbereichs Stolzenau von dem Superintendenten von Stolzenau, in den Kirchengemeinden des Stiftsbezirks vom Kloster Loccum durchgeführt.
( 2 ) Ausfertigungen des Bescheides einer im Stiftsbezirk durchgeführten Visitation erhält der Superintendent von Stolzenau.
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§ 10

Kirchenkreistag, Vorstand des Kirchenkreistages, Kirchenkreisvorstand und Vorstand der Mitarbeiterkonferenz des Kirchenkreises Stolzenau-Loccum bleiben in der bisherigen Zusammensetzung bis zur allgemeinen Neubildung dieser Organe in der Landeskirche im Amt.
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§ 11

Das Landeskirchenamt erlässt die zur Ausführung dieses Kirchengesetzes erforderlichen Bestimmungen.
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§ 12

( 1 ) Dieses Kirchengesetz tritt am 1. April 1976 in Kraft.
( 2 ) 1 Gleichzeitig treten § 9 Abs. 1 des Kirchengesetzes zur Einführung der Verfassung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers vom 11. Februar 1965 sowie das Regulativ über die Vereinigung des Stiftsbezirks Loccum und der Inspektion Stolzenau zu einer Bezirkssynode vom 25. August / 1. September 1868 außer Kraft.
2 Der Kirchensenat hat dem von der Landessynode beschlossenen Kirchengesetz zugestimmt. 3 Es wird hiermit verkündet.