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Kirchengesetz über die Besoldung und Versorgung
der Kirchenbeamten und Kirchenbeamtinnen in der
Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Vom 9. Januar 1998

KABl. 1998, S. 26, zuletzt geändert durch Artikel 2 des Kirchengesetzes
vom 13. Dezember 2012, KABl. 2012, S. 330

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Artikel I
Allgemeine Vorschriften

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§ 1
Geltungsbereich

( 1 ) Dieses Kirchengesetz regelt die Besoldung und Versorgung der Kirchenbeamten der Landeskirche, der Kirchengemeinden, der Kirchenkreise, der Gesamtverbände, des Stadtkirchenverbandes Hannover sowie des Klosters Loccum und anderer kirchlicher Verbände und Einrichtungen, die Körperschaften, Anstalten oder Stiftungen des öffentlichen Rechts sind und der Aufsicht der Landeskirche unterstehen.
( 2 ) Die in diesem Kirchengesetz verwendeten Personenbezeichnungen gelten für Frauen und Männer.
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§ 2
Besoldung

Die Kirchenbeamten erhalten Besoldung in entsprechender Anwendung der für die Beamten des Landes Niedersachsen geltenden Vorschriften nach Maßgabe der Ergänzungsvorschriften des Artikels II.
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§ 3
Versorgung

Die Kirchenbeamten und ihre Hinterbliebenen erhalten Versorgung und Hinterbliebenenversorgung in entsprechender Anwendung der für die Beamten des Landes Niedersachsen geltenden Vorschriften nach Maßgabe der Ergänzungsvorschriften des Artikels III.
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§ 3a
Anpassung von Besoldung und Versorgung

1 Werden Besoldung und Versorgung der Beamten des Landes Niedersachsen allgemein erhöht (Anpassung), so sind entsprechend angepasste Bezüge nach diesem Kirchengesetz zu gewähren, wenn nicht innerhalb eines Monats nach Verkündung des jeweiligen staatlichen Anpassungsgesetzes eine abweichende Regelung getroffen wird. 2 Eine abweichende Regelung nach Satz 1 ist so lange zulässig, bis Besoldung und Versorgung der Kirchenbeamten der Besoldungsgruppen
  1. bis A 6 um einen Prozentpunkt,
  2. A 7 und A 8 um zwei,
  3. A 9 bis A 12 um dreieinhalb,
  4. A 13 bis A 16 um fünf und
  5. der Besoldungsordnung B um sechs
Prozentpunkte gegenüber den prozentualen Anpassungen der Bezüge vergleichbarer Beamter der Landes Niedersachsen zurückgeblieben sind.
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§ 4
Kirchlicher Dienst

( 1 ) 1 Bei der Anwendung der besoldungs- und versorgungsrechtlichen Vorschriften ist der Dienst
  1. bei der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands sowie ihren Gliedkirchen,
  2. bei den Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht einer Gliedkirche unterstehen,
2 Dienst bei öffentlich-rechtlichen Dienstherren im Sinne des für die Beamten des Landes Niedersachsen geltenden Rechts.
( 2 ) Dem Dienst nach Absatz 1 steht gleich eine Tätigkeit in missionarischen, diakonischen und sonstigen kirchlichen Werken und Einrichtungen innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie in Anstalten und Einrichtungen, die dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland angeschlossen sind, ohne Rücksicht auf deren Rechtsform.
( 3 ) Dem Dienst nach Absatz 1 kann gleichgestellt werden eine Tätigkeit in einer anderen christlichen Kirche sowie in anderen Zusammenschlüssen von Kirchen mit ihren Einrichtungen einschließlich Mission und Diakonie.
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Artikel II
Ergänzungsvorschriften zur Besoldung

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§ 5
Besoldungsordnungen

( 1 ) Die Zuordnung der Ämter der Kirchenbeamten zu den Besoldungsgruppen der für die Beamten des Landes Niedersachsen geltenden Besoldungsordnungen richtet sich nach der Anlage.
( 2 ) Soweit die Ämter von Kirchenbeamten einer besonderen Fachrichtung nicht in der Anlage aufgeführt sind, ist für die Zuordnung zu den Besoldungsgruppen das für die Beamten des Landes Niedersachsen geltende Recht entsprechend anzuwenden.
( 3 ) Die Gewährung von Prämien und Zulagen für besondere Leistungen, die in den für die Beamten des Landes Niedersachsen geltenden Vorschriften vorgesehen sind, wird für die entsprechenden kirchlichen Ämter durch Rechtsverordnung geregelt.
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§ 6
Dienstpostenbewertung

( 1 ) Jeder Dienstposten, der mit einem Kirchenbeamten besetzt ist oder besetzt werden soll, ist nach sachgerechter Bewertung einem der in den Besoldungsordnungen aufgeführten Ämter zuzuordnen (Dienstpostenbewertung).
( 2 ) Das Landeskirchenamt kann für einzelne Dienstposten oder Arten von Dienstposten regeln, nach welchem Verfahren eine Dienstpostenbewertung durchzuführen ist.
( 3 ) Für das Land Niedersachsen geltende Vorschriften über Obergrenzen für Beförderungsämter sind nicht anzuwenden.
( 4 ) Durch die Bewertung der Dienstposten und die Errichtung entsprechender Kirchenbeamtenstellen und ihre Verteilung auf die Dienstposten wird ein Anspruch des Stelleninhabers auf Verleihung eines Amtes mit höherem Endgrundgehalt nicht begründet.
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§ 7
Bemessung des Grundgehaltes, Besoldungsdienstalter

( 1 ) Das Aufsteigen in den Stufen des Grundgehaltes bestimmt sich bei Fachhochschullehrern nach dem Besoldungsdienstalter.
( 2 ) 1 Das Besoldungsdienstalter ist wegen eines Wartestandes nicht hinauszuschieben. 2 Satz 1 gilt nicht bei einem Wartestand aufgrund Disziplinarurteils.
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§ 8
Zusammentreffen mehrerer Ansprüche auf Familienzuschlag

1 Werden von anderer Seite Vorschriften über das Zusammentreffen mehrerer Ansprüche auf Familienzuschlag nicht angewandt, weil der kirchliche Dienst aufgrund geltenden Rechts insoweit nicht als öffentlicher Dienst behandelt wird, so ist Familienzuschlag nach diesem Kirchengesetz neben den von anderer Seite gewährten Leistungen bis zu der in Satz 2 bezeichneten Höchstgrenze zu zahlen. 2 Höchstgrenze ist die Summe der Familienzuschläge, die sich bei Anwendung der Vorschriften über das Zusammentreffen mehrerer Ansprüche auf Familienzuschlag auch auf die nicht nach diesem Kirchengesetz Anspruchsberechtigten ergeben würde.
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§ 9
Inselzulage, Schul- und Kinderreisebeihilfen

( 1 ) Die Kirchenbeamten auf den Nordseeinseln erhalten eine Inselzulage in entsprechender Anwendung der für die Pfarrer geltenden Bestimmungen.
( 2 ) Neben der Besoldung werden Schul- und Kinderreisebeihilfen in entsprechender Anwendung der für die Beamten des Landes Niedersachsen geltenden Bestimmungen gewährt.
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§ 10
Zusammentreffen von Dienst- und Versorgungsbezügen

( 1 ) Den Kirchenbeamten mit Dienstbezügen, die aus einer früheren Verwendung im kirchlichen oder sonstigen öffentlichen Dienst Versorgungsbezüge nach beamtenrechtlichen Vorschriften erhalten, ohne dass bei einer Tätigkeit im kirchlichen Dienst beamtenrechtliche Vorschriften über das Zusammentreffen von Versorgungsbezügen und Dienstbezügen angewandt werden, werden diese Versorgungsbezüge nach Maßgabe des Absatzes 2 auf ihre Dienstbezüge angerechnet.
( 2 ) 1 Bei der Anrechnung nach Absatz 1 bleibt die Hälfte des jeweiligen Bruttobetrages der Versorgungsbezüge anrechnungsfrei, mindestens aber ein Betrag in der jeweiligen Höhe der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der Besoldungsgruppe A 2 ohne Familienzuschlag. 2 Centbeträge sind auf volle Euro aufzurunden.
( 3 ) Die Absätze 1 und 2 sind auf Kirchenbeamte entsprechend anzuwenden, die aus einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis ihres verstorbenen Ehegatten ohne Berücksichtigung ihres Einkommens aus der eigenen kirchlichen Verwendung Versorgungsbezüge erhalten.
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§ 11
Ausgleich von Nachteilen

Ergeben sich für einen Besoldungsempfänger oder für einen früheren Besoldungsempfänger hinsichtlich der Gewährung von Besoldungsbestandteilen, die nicht Dienstbezüge sind, Nachteile daraus, dass von anderer Seite der kirchliche Dienst aufgrund geltenden Rechts insoweit nicht als Dienst bei einem öffentlich-rechtlichen Dienstherrn behandelt wird, so sind diese auf Antrag auszugleichen; der Antrag muss innerhalb eines Jahres nach Entstehung des Nachteils gestellt sein.
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§ 12
Anrechnung von Sachbezügen

1 Eine Dienstwohnung als Sachbezug darf nur zugewiesen werden, wenn die Anwesenheit oder Einsatzbereitschaft des Kirchenbeamten an der Dienststätte auch außerhalb der Arbeitszeit sichergestellt sein und er deshalb im Dienstgebäude oder in seiner unmittelbaren Nähe wohnen muss. 2 Im Übrigen gelten nach Maßgabe näherer Bestimmungen des Landeskirchenamtes die für die Pfarrer getroffenen Regelungen entsprechend.
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Artikel III
Ergänzungsvorschriften zur Versorgung

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§ 13
Kirchenbeamte im Wartestand

( 1 ) Für die Gewährung von Wartegeld sind die für die Beamten des Landes Niedersachsen geltenden Vorschriften über die Bezüge im einstweiligen Ruhestand entsprechend anzuwenden, soweit nicht durch Rechtsvorschrift etwas anderes bestimmt ist.
( 2 ) Die Zeit eines Wartestandes ist ruhegehaltfähig; dies gilt für die Zeit des Wartestandes aufgrund eines Disziplinarurteils nur insoweit, als der Kirchenbeamte aufgrund einer ihm übertragenen Aufgabe mit mindestens der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit beschäftigt war.
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§ 14
Ruhegehaltfähige Dienstbezüge

Ist der Kirchenbeamte wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand getreten, so ist den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen das Grundgehalt der maßgebenden Besoldungsgruppe nach der Stufe zugrunde zu legen, die der Kirchenbeamte bis zum Eintritt in den Ruhestand wegen Erreichens der Altersgrenze hätte erreichen können.
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§ 15
Familienzuschlag

Für die Bemessung des Familienzuschlages im Rahmen der Versorgungsbezüge gilt § 8 entsprechend.
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§ 16
Zusammentreffen von Versorgungsbezügen

( 1 ) 1 Bezieht ein Empfänger von Wartegeld oder Ruhegehalt aus einer früheren Verwendung im kirchlichen oder sonstigen öffentlichen Dienst eine Versorgung, ohne dass bei einer Tätigkeit im kirchlichen Dienst beamtenrechtliche Vorschriften über das Zusammentreffen von Versorgungsbezügen angewandt werden, so erhält er daneben Wartegeld oder Ruhegehalt nach diesem Kirchengesetz nur insoweit, als die Versorgungsbezüge aus der früheren Verwendung und die Versorgungsbezüge nach diesem Kirchengesetz zusammen die in Absatz 2 bezeichnete Höchstgrenze nicht überschreiten. 2 Im Übrigen ruhen die Versorgungsbezüge nach diesem Kirchengesetz.
( 2 ) Höchstgrenze sind 133⅓ vom Hundert der jeweils höheren Bruttoversorgungsbezüge.
( 3 ) 1 Die Absätze 1 und 2 sind auf Versorgungsbezüge von Hinterbliebenen entsprechend anzuwenden. 2 Die für die Beamten des Landes Niedersachsen geltenden Bestimmungen über Höchstbeträge und Kürzungen der Hinterbliebenenbezüge sind mit der Maßgabe anzuwenden, dass Witwen- und Waisengeld zusammen die Höchstgrenze nach Absatz 2 nicht überschreiten dürfen.
( 4 ) Die Absätze 1 bis 3 sind auf Kirchenbeamte entsprechend anzuwenden, die aus einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis ihres verstorbenen Ehegatten ohne Berücksichtigung ihres Einkommens aus der eigenen kirchlichen Verwendung Versorgungsbezüge erhalten.
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§ 17
Zusammentreffen von Waisengeldansprüchen

1 Hat eine Waise einen Waisengeldanspruch sowohl aus dem Dienstverhältnis des Vaters als auch aus dem der Mutter, so wird nur das höhere Waisengeld gezahlt. 2 Wird für eine Waise nach beamtenrechtlichen Vorschriften von anderer Seite ein niedrigeres Waisengeld gezahlt, weil der Dienstherr eine beamtenrechtliche Regelung über das Zusammentreffen mehrerer Ansprüche für diesen Fall nicht anwendet, so wird das Waisengeld nach diesem Kirchengesetz unter Abzug der von anderer Seite gewährten Leistungen gezahlt.
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§ 18

(weggefallen)
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§ 19
Zusage von Unfallfürsorge

( 1 ) 1 Unfallfürsorge in entsprechender Anwendung der allgemeinen Vorschriften kann für Unfälle zugesagt werden, die ein Kirchenbeamter in Ausübung oder infolge außerdienstlicher, im kirchlichen Interesse liegender Tätigkeiten, auch im Falle einer Beurlaubung nach den Vorschriften des Kirchenbeamtengesetzes, erleidet. 2 Die Zusage kann allgemein oder für einzelne Tätigkeitsarten gegeben werden.
( 2 ) 1 Die Zusage begründet einen Anspruch auf Unfallfürsorge bei Unfällen, die nach Erteilung der Zusage eintreten. 2 Neben Leistungen, die der Kirchenbeamte oder seine Hinterbliebenen aufgrund des Unfalls von anderer Seite erhalten, wird Unfallfürsorge nur bis zur Höhe der gesetzlichen Unfallfürsorge gewährt. 3 Leistungen einer Versicherung sind insoweit nicht zu berücksichtigen, als sie auf eigene Beiträge zurückgehen.
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§ 20
Übergangsgeld

Als Grund für die Nichtgewährung von Übergangsgeld gilt auch das Ausscheiden aus dem Kirchenbeamtenverhältnis nach den Vorschriften des Kirchenbeamtengesetzes.
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§ 21
Erlöschen der Versorgungsbezüge

Die für die Beamten des Landes Niedersachsen geltenden Vorschriften über das Erlöschen der Versorgungsbezüge wegen Verurteilung durch ein staatliches Gericht sind nicht anzuwenden.
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§ 22
Sicherstellung der Versorgung

( 1 ) Die Versorgung, die den Kirchenbeamten und ihren Hinterbliebenen zu gewähren ist, wird vom Dienstherrn sichergestellt
  1. durch Bildung einer Versorgungsrücklage und Bereitstellung der zur Erhaltung und Verstärkung dieser Versorgungsrücklage erforderlichen Mittel im ordentlichen Haushalt oder
  2. durch Bereitstellung der für die Versorgung erforderlichen Mittel im ordentlichen Haushalt oder
  3. durch Beitritt zu einer Versorgungseinrichtung und Bereitstellung der für die zu leistenden Umlagen erforderlichen Mittel im ordentlichen Haushalt.
( 2 ) 1 Der Beschluss über die Sicherstellung der Versorgung nach Absatz 1 bedarf der Genehmigung des Landeskirchenamtes. 2 Die Genehmigung kann im Falle des Absatzes 1 Nr. 3 davon abhängig gemacht werden, dass der Dienstherr einer bestimmten Versorgungseinrichtung beitritt.
( 3 ) Die Ansprüche des Kirchenbeamten gegen seinen Dienstherrn werden durch eine Sicherstellung der Versorgung nach Absatz 1 Nr. 3 nicht berührt.
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Artikel IV
Gemeinsame Vorschriften zur Besoldung und Versorgung

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§ 23
Leistungsbescheid

( 1 ) 1 Vermögensrechtliche Ansprüche aus einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis in der Landeskirche können gegenüber einem Kirchenbeamten durch Leistungsbescheid geltend gemacht werden. 2 Die Möglichkeit, einen Anspruch durch Erhebung einer Klage zu verfolgen, bleibt unberührt.
( 2 ) 1 Der Leistungsbescheid wird vom Landeskirchenamt auf Antrag der forderungsberechtigten kirchlichen Körperschaft oder von Amts wegen erlassen. 2 Er soll nur erlassen werden, wenn der Kirchenbeamte zur Zahlung nicht bereit oder mit der Einbehaltung von den Dienst- oder Versorgungsbezügen nicht einverstanden ist.
( 3 ) Ein Leistungsbescheid über die Kosten eines Verfahrens vor einem kirchlichen Gericht kann nur aufgrund eines Kostenfestsetzungsbeschlusses des kirchlichen Gerichtes und erst dann erlassen werden, wenn der Kostenfestsetzungsbeschluss nicht mehr anfechtbar ist.
( 4 ) Der Leistungsbescheid wird mit der Zustellung an den Kirchenbeamten sofort vollziehbar.
( 5 ) 1 Der Leistungsbescheid wird durch die Einbehaltung des festgesetzten Betrages von den Dienst- oder Versorgungsbezügen vollzogen. 2 Zur Vollziehung ist die kirchliche Kassenstelle verpflichtet, durch die die Dienst- oder Versorgungsbezüge gezahlt werden, sobald ihr vom Landeskirchenamt eine Ausfertigung des Leistungsbescheides zugestellt worden ist; die Ausfertigung wird der Kassenstelle unmittelbar zugestellt. 3 Die Kassenstelle führt die einbehaltenen Beträge an die vom Landeskirchenamt angegebene Stelle ab.
( 6 ) Für die Vollziehung des Leistungsbescheides gelten die Vorschriften der Zivilprozessordnung über die Unpfändbarkeit von Forderungen entsprechend.
( 7 ) Das Landeskirchenamt bestimmt die Höhe des monatlich einzubehaltenden Betrages und entscheidet über Anträge auf Aussetzung der Vollziehung.
( 8 ) Für die Zustellungen nach den Absätzen 4 und 5 gelten die Vorschriften der Rechtshofordnung über die Zustellung entsprechend.
( 9 ) Für die Geltendmachung von vermögensrechtlichen Ansprüchen gegenüber versorgungsberechtigten Angehörigen eines Kirchenbeamten gelten die Absätze 1 bis 8 entsprechend.
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Artikel V
Schlussvorschriften

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§ 24
Amtsbezeichnungen

( 1 ) Die Kirchenbeamten führen die in der Anlage für ihr Amt aufgeführte Amtsbezeichnung.
( 2 ) Kirchenbeamte einer besonderen Fachrichtung, deren Amt nicht in der Anlage aufgeführt ist (§ 5 Abs. 2), führen die in dem für die Beamten des Landes Niedersachsen geltenden Recht vorgesehene entsprechende Amtsbezeichnung mit dem Zusatz „im Kirchendienst“ („i. K.“).
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§ 25
Ergänzende Regelungen

( 1 ) Das Landeskirchenamt wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung die Ehrung und die Gewährung von Zuwendungen bei Dienstjubiläen unter besonderer Berücksichtigung der kirchlichen Erfordernisse in Anlehnung an die für die Beamten des Landes Niedersachsen geltenden Bestimmungen zu regeln.
( 2 ) Das Landeskirchenamt wird ermächtigt, die erforderlichen Ausführungsbestimmungen zu diesem Kirchengesetz zu erlassen.
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§ 26

(weggefallen)
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Anlage
(zu § 5 Abs. 1)

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Vorbemerkungen

Die Amtsbezeichnungen sind in den Besoldungsgruppen nach der Buchstabenfolge geordnet.
Die Kirchenbeamtinnen führen die Amtsbezeichnung in der weiblichen Form.
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A. Zuordnung der kirchlichen Ämter zur Besoldungsordnung A

Besoldungsgruppe 6
Kirchensekretär
Besoldungsgruppe 7
Kirchenobersekretär
Besoldungsgruppe 8
Kirchenhauptsekretär
Besoldungsgruppe 9
Kirchenamtsinspektor
Kircheninspektor
Besoldungsgruppe 10
Kantor – mit A-Prüfung, soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 11, A 12 und A 13
Kantor – mit B-Prüfung, soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 11 und A 12
Kirchenoberinspektor
Besoldungsgruppe 11
Kantor – mit A-Prüfung, soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 10, A 12 und A 13
Kantor – mit B-Prüfung, soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 10 und A 12
Kirchenamtmann
Besoldungsgruppe 12
Kantor – mit A-Prüfung, soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 10, A 11 und A 13
Kantor – mit B-Prüfung, soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 10 und A 11
Kirchenamtsrat
Besoldungsgruppe 13
Dozent – an einer landeskirchlichen Ausbildungsstätte, soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 14 und A 15 2#
Kantor – mit A-Prüfung, soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 10, A 11 und A 12
Kirchenmusikdirektor – soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 14
Kirchenrat3#
Kirchenrat – als Leiter eines Referates im Landeskirchenamt
Kirchenrat – als Leiter oder stellvertretender Leiter einer kirchlichen Verwaltungsstelle
Besoldungsgruppe 14
Dozent – an einer landeskirchlichen Ausbildungsstätte, soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 13 und A 15 4#
Fachhochschullehrer – an der Fachhochschule Hannover (Fakultät für Diakonie, Gesundheit und Soziales) nach Maßgabe der Fußnote 1 zu der Besoldungsgruppe A 15, soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 15
Kantor – mit A-Prüfung in Stellen von besonderer Wichtigkeit für die Landeskirche, soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 10, A 11, A 12 und A 13
Kirchenmusikdirektor – nach fünfjähriger Tätigkeit in einem Amt der Besoldungsgruppe A 13
Landeskirchenmusikdirektor – soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 15
Oberkirchenrat5#
Oberkirchenrat – als Leiter oder stellvertretender Leiter einer kirchlichen Verwaltungsstelle oder Geschäftsführer der Verwaltungsstelle des Hauses kirchlicher Dienste, soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 156#
Oberkirchenrat - als Leiter eines Referates im Landeskirchenamt, soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 15 oder A 16
Besoldungsgruppe 15
Dozent – an einer landeskirchlichen Ausbildungsstätte, soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 13 und A 14
Fachhochschullehrer – an der Fachhochschule Hannover (Fakultät für Diakonie, Gesundheit und Soziales) nach Maßgabe der Fußnote 1 zu der Besoldungsgruppe A 15,soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 14 7#,8#
Landeskirchenmusikdirektor – nach fünfjähriger Tätigkeit in einem Amt der Besoldungsgruppe A 14
Oberkirchenrat – als Leiter einer kirchlichen Verwaltungsstelle oder Geschäftsführer der Verwaltungsstelle des Hauses kirchlicher Dienste, soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 14
Oberkirchenrat – als Leiter des Rechnungsprüfungsamtes, soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 16
Oberkirchenrat - als Leiter eines Referates im Landeskirchenamt, soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 14 oder A 16
Rektor – des Religionspädagogischen Instituts, soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 16
Besoldungsgruppe 16
Oberkirchenrat – als Leiter des Rechnungsprüfungsamtes, soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 15
Oberkirchenrat - als Leiter eines Referates im Landeskirchenamt, soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 14 oder A 15
Rektor – des Religionspädagogischen Instituts, soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 15
Oberlandeskirchenrat als Mitglied des Landeskirchenamtes – soweit nicht in der Besoldungsgruppe B 2
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B. Zuordnung der kirchlichen Ämter zur Besoldungsordnung B

Besoldungsgruppe 2
Oberlandeskirchenrat als Mitglied des Landeskirchenamtes – soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 16
Besoldungsgruppe 4
Vizepräsident im Landeskirchenamt
Besoldungsgruppe 7
Präsident des Landeskirchenamtes

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1 ↑ Red. Anm.: Inhaltsverzeichnis ist nicht Bestandteil der amtlichen Vorschrift.
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2 ↑ Das Landeskirchenamt kann, um besonders geeignete Dozenten zu gewinnen, eine ruhegehaltfähige oder eine nicht ruhegehaltfähige Zulage zum Grundgehalt gewähren; sie darf den Unterschied zwischen dem jeweiligen Grundgehalt und dem Grundgehalt der Besoldungsgruppe A 14 nicht übersteigen. [Red. Anm.: Amtliche Fußnote 1 zu der Besoldungsgruppe 13]
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3 ↑ Die Amtsbezeichnung Kirchenverwaltungsrat ist entfallen. [Red. Anm.: Amtliche Fußnote 2 zu der Besoldungsgruppe 13]
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4 ↑ Das Landeskirchenamt kann, um besonders geeignete Dozenten zu gewinnen, eine ruhegehaltfähige oder eine nicht ruhegehaltfähige Zulage zum Grundgehalt gewähren; sie darf den Unterschied zwischen dem jeweiligen Grundgehalt und dem Grundgehalt der Besoldungsgruppe A 15 nicht übersteigen. [Red. Anm.: Amtliche Fußnote 1 zu der Besoldungsgruppe 14]
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5 ↑ Die Amtsbezeichnung Kirchenverwaltungsoberrat ist entfallen. [Red. Anm.: Amtliche Fußnote 2 zu der Besoldungsgruppe 14]
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6 ↑ Die Amtsbezeichnung Kirchenverwaltungsoberrat ist entfallen. [Red. Anm.: Amtliche Fußnote 2 zu der Besoldungsgruppe 14]
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7 ↑ Kirchenbeamte auf Lebenszeit, denen nach den Vorschriften des Niedersächsischen Hochschulgesetzes das Führen des akademischen Titels „Professor“ gestattet ist. [Red. Anm.: Amtliche Fußnote 1 zu der Besoldungsgruppe 15]
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8 ↑ Nach vierjähriger Tätigkeit, in den Fällen der Fußnote 2 zu der Besoldungsgruppe A 14 nach fünfjähriger Tätigkeit in dem Amt der Besoldungsgruppe A 14. [Red. Anm.: Amtliche Fußnote 2 zu der Besoldungsgruppe 15]